Vivaz in Blau

„Don’t judge a book by its cover“ oder: Du sollst das Handy nicht nach seiner Farbe beurteilen. Denn obwohl mich das Ende-90er-Ikea-Plastikmöbel-Blitzblau des Sony Ericsson Vivaz anfänglich heftig ins Aug‘ sticht, entpuppt es sich wenig später als eines der Testexemplare, die man nur ungern wieder zurückgibt.

Da wäre zunächst mal die Videofunktion: in High Definition (720p) aufnehmen mit einem Handy ist zumindest ungewöhnlich. Dank eingebauter LED-Leuchte gelingen die Aufnahmen auch nachts, und können nicht nur umgehend betrachtet, sondern auch ruck-zuck online gestellt werden, z.B. auf YouTube (Anm. d. Red.: ich gebe zu, dass ich Geduld & Telefonrechnung nicht mit dem Upload eines HD-Videos strapaziert habe).

Video am Vivaz

Apropos YouTube: das Touchscreen-Handy ist nicht nur mit dem Videoportal, sondern auch mit Facebook, Twitter & Co. ausgezeichnet sozial vernetzt, wobei die Eingabe von Statusmeldungen mittels Finger oder Stift auf Softkey-Tastatur oder per Handschrifterkennung erfolgten kann. Geht gut mit Finger (vibriert ein bissl bei jedem Tastendruck), der mitgelieferte Stylus (ebenfalls blitzblau) ist allerdings etwas merkwürdig verstaut: statt wie es sich gehört im Gehäuse zu verschwinden, baumelt er an einem Schnürchen! Nicht verstanden hab ich auch, warum man manchmal zweimal tippen muss, bevor sich was tut.

Die Fotos der 8.1 Megapixel Kamera, die dank Verwackelschutz, Gesichts- und Lächelerkennung auch fotografischen Antitalenten gelingen sollten, können auch geo-getaggt werden, was bedeutet, dass sich das Handy merkt, wo das Foto geschossen wurde (aGPS). Apropos geo: mit Google Maps findet man sich gratis zurecht, während man für die ebenfalls eingebaute Wise Pilot Navi-Software zahlen muss.

Musik- und Radiohören mit dem Lieblingskopfhörer (3.5mm Klinkenanschluss) oder mit Bluetooth-Stereo-Headset gehört bei aktuellen Multimedia-Handys sowieso zum guten Ton, und mit Track ID kann man sogar die Musik aus dem Autoradio identifizieren. Auf bis zu 16GB microSD Speicherkarten bringt man jedenfalls mehr als genug davon unter.

Sony Ericsson Vivaz

Was gibt’s sonst? Bewegungssensor für Hoch- oder Querformat-Betrieb und Spielsteuerung (SSX 3 Snowboard-Game schon eingebaut), USB-Kabel zum Synchronisieren & Akkuladen am PC, WiFi… alles, was man sich von einem smarten Multimedia-Handy heutzutage unbescheidener weise erwarten kann. Apropos smart: das Vivaz kann auch PDF- und Office-Dokumente anzeigen, beim Editieren (kostet extra) stößt man aber an die Grenze des Sinnvollen.

Das aerodynamisch geformte, knapp zehn Deka leichte Sony Ericsson Vivaz gibt’s nicht nur in Blitzblau, sondern auch in Schwarz, Silber und Pink. Und ja, ich geb’s eh wieder zurück…

Vivaz bei Sony Ericsson


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geschrieben von Daniel Ebster in: Gadgets, Handy, Lifestyle, Mobile, Multimedia, Produkttest |

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