Mit The Ballad of Gay Tony stellt Rockstar Games bereits die zweite Fortsetzung des Blockbuster Games Grand Theft Auto IV zum Download bereit. Exklusiv für XBOX 360 Besitzer, wie schon die erste Erweiterung, The Lost And Damned.
Story
Nach den Abenteuern des serbischen Einwanderers Niko Bellic im Hauptspiel und den Umtrieben von Jonny Klebitz und seiner Biker-Gang The Lost in der ersten Fortsetzungsepisode dreht sich diesmal alles um den Latino Luis Lopez, Geschäftspartner des legendären Nighlife Impresarios Tony Prince, besser bekannt als Gay Tony. Für den managt er nicht nur den angesagtesten Club von Liberty City, sondern erledigt auch allerlei Aufträge, wobei er es – wie alle in Liberty City – mit dem Gesetz nicht allzu genau nimmt. Während The Lost And Damned im grindigen Rocker-Milieu spielt, erlebt man in The Ballad of Gay Tony (TBoGT) die Glitzer-Halbwelt der Reichen & Berühmten von Liberty City, inklusive neuem Disco-Look und Soundtrack. Geblieben ist die beißende Satire auf den American Way of Life, der die GTA Reihe auszeichnet.
Die Handlung von TBoGT läuft dabei zeitlich parallel zu den beiden bereits erschienenen Stories. Gelegentlich begegnet man Niko oder den Bikern von The Lost und erlebt ein paar Missionen aus einer anderen Perspektive, ähnlich wie bei den Tarantino-Filmen Pulp Fiction oder Jackie Brown. Die Erzählstruktur ist nicht die einzige Gemeinsamkeit mit Tarantino: tief schwarzer Humor, überdrehte, klischeehafte Charaktere wie der superreiche arabische Scheich-Sohn Yussuf oder der schwule Nachclub King Gay Tony, sowie die exzessive Gewaltdarstellung haben nach meinem Empfinden gegenüber der Hauptstory sogar noch zugenommen – nicht zum Nachteil möchte ich anmerken.
Während Teil 1 sehr auf’s Auto fixiert war, und Teil 2 auf’s Motorradfahren, spielt sich Teil 3 viel mehr in der Luft ab, wenn mit diversen Hubschraubern und Gleitschirm geflogen wird. Zusätzlich zur Haupthandlung gibt es wieder jede Menge Nebenjobs, wie Drogenkriege zu führen oder Base Jumping Events zu bewältigen. Nicht vernachlässigen sollte man aber seinen eigentlichen Hauptjob, nämlich das Club Management im Maisonette 9, wo man Drogendealer und Randalierer rausschmeißt, die nette Kollegin vögelt und allerlei exzentrische Aufträge für prominente Gäste zu erledigen hat. Dort oder in Tonys zweitem Laden, der Schwulendisco Hercules verbringt man auch die nächtliche Freizeit mit Tanzen, Shots ausgeben, Champagnerduschen und Quickies am Damenklo – letzteres hab ich im Hercules allerdings nicht ausprobiert :-).
Zu jeder Menge neuer Autos, Boote, Fluggeräte und Waffen (Explosivgeschosse! Sticky Bombs!!) hat Rockstar auch am Ambiente ausgiebig gefeilt: neue Radiosender und die neue erotische Anime-TV-Show Princess Bubblegum – wenn man denn mal einen Abend zuhause verbringt…
Gameplay
Herausragend ist nach wie vor die sensationelle Grafik und der unvorstellbare Detailreichtum der offenen Welt von Liberty City. Auch die Steuerung ist unverändert wie bei GTA IV, nur ergänzt um neue Fortbewegungsarten wie z.B. Base Jumping. Bei der Dramaturgie hat Rockstar dazugelernt: die Missionen sind von Beginn an abwechslungsreicher, länger und origineller (weil noch mehr over-the-top) als bei den Vorgängern, allerdings muss man komplexe Missionen nicht wieder und wieder von Anfang an durchspielen, wenn man scheitert, sondern kann an bestimmten Punkten einsteigen.
Zu erwähnen wären auch neue Muliplayermodi mit neuen Waffen, Fallschirmen etc., die ich allerdings noch nicht getestet habe.
Wie schon früher bei GTA III und IV sind die spielerischen Skills nicht der Hauptaspekt des Games; jeder anständige Ego-Shooter-Crack wird von der harmlosen KI der Gegner und Auto-Zielfunktion unterfordert sein, Flug- und Fahrmanöver bedürfen keiner herausragenden Geschicklichkeit (was mir entgegenkommt), und auch die Puzzles sind keine wirkliche intellektuelle Challenge. Es geht vielmehr darum, eine interaktive Geschichte zu erleben bzw. mit zu gestalten. Folglich beginnen alle Missionen mit längeren, schwarzhumorigen Dialogszenen, in denen man die Charaktere und die zugrundeliegende Geschichte kennenlernt. Man erlebt GTA weniger als Spiel, viel eher als Film zum Mitspielen.
Fazit
Für Fans von GTA IV und Besitzer einer XBOX 360 ist dieses Add-on ein absolutes Must. Da Microsoft für die Exklusivität eine Menge Geld hingelegt hat, werden PC- und PS3-User zumindest noch einige Zeit warten müssen, bevor sie mitspielen dürfen. Für mich wären allerdings alleine die beiden exklusiven Fortsetzungen Grund genug, mir eine XBOX 360 zuzulegen (wenn ich nicht schon eine hätte).
The Ballad of Gay Tony ist als Downloadable Content am XBOX Live Martplatz für 1600 Microsoft Points (rund € 20) erhältlich, oder auf DVD unter dem Titel Episodes From Liberty City, zusammen mit der ersten Erweiterung The Lost And Damned. Vorausgesetzt wird der Besitz von Grand Theft Auto IV.
Mehr Infos, Screenshots und Videos gibt’s auf der offziellen Site
Ähnliche Beiträge:
- Endlich eine Heli-Simulation auf Konsole! Activision`s Apache: Air Assault im Herbst für Xbox 360 und PS3
Activision hat angekündigt, dass im Herbst diesen Jahres Apache:... - Xbox 360 Elite kostet ab 28. August 2009 nur mehr 249,90 Euro
Die Xbox 360 Elite Konsole wird ab 28. August zum... - Test: Halo 3: ODST – Die beliebte Action-Shooter Saga bereit zum Einsatz
Die Entwickler von Bungie haben den Schritt gewagt, einem... - 10 Mio. Xbox 360 Konsolen in Europa! Zune/Twitter/ Facebook - Xbox Live-Update am 17.11.
Gratulation an Microsoft: 10 Millionen verkaufte Konsolen in nur... - Test: LEFT 4 DEAD 2 – Neue Überlebende. Mehr Zombies. Bessere Apokalypse
Valve präsentiert uns ein Jahr nach „Left 4 Dead“ den...




