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Hotmail wurde “gephisht”

Die Leute die nicht mit einer Angel fischen sondern mit dem Keyboard phishen kennt man normalerweise aus dem Bankensektor. Denn dort zahlt es sich richtig aus und es lässt sich bare Münze machen.
Aber phishen lässt sich eigentlich alles und dieser Tage wurde Microsoft Opfer einer Phisher Bande. Da wurden Hotmail Passwörter ergaunert. Und allen die jetzt denken dass sie schon immer wussten das Microsoft schlecht ist, sei gesagt dass sie daran absolut unschuldig sind.
Hier ist eine kleine Begriffserklärung angebracht.
Wenn jemand nämlich in ein System eindringt um Passwörter zu stehlen, und dabei Sicherheitslücken bei den Firmen ausnützt, dann ist das ein Hacker. Ein Phisher macht das viel intelligenter. Ganz nach dem Motto warum soll der Prophet zum Berg kommen, wenn man den Berg auch zum Propheten kommen lassen kann, holen sich Phisher die Passwörter nicht bei den Firmen ab, sondern bei den Nutzern selbst. Die sind nämlich viel schlechter geschützt und auch meistens etwas naiver und in Zeiten von Social Networking auch offener mit ihren Daten.
Mich wundert es nicht, dass in letzter Zeit Seiten wie MeetYourMessenger (der Trendblog berichtete) wieder aufleben. Das sind zum Beispiel Möglichkeiten an Passwörter heranzukommen. Was man damit dann machen kann, haben wir in dem Artikel vor 2 Jahren schon mal aufgezeit. Aber man kann es nicht oft genug sagen!
In Zeiten von Facebook schießen Seiten mit angeblichen Nutzen wieder aus dem Boden. Man muss nur alle seine Freunde einladen. Und man bekommt virtuelle Blumen, Autos oder Erdäpfel auf einer Pixelfarm wenn man nur brav seine Passwörter eingibt.
Das gewiefte ist nun, dass man gar nicht merkt dass man abgephisht wurde. Die Betrüger werden sich hüten dass man da je draufkommt. Sie werden nur die Emails und die sonstige Korrespondenz von einem Computer mitlesen lassen. Und wenn man dann doch irgendwann einmal anstatt der Urlaubsfotos sensible Daten verschickt, dann fängt die Maschine an zu arbeiten.
Deshalb noch einmal der eindringliche Trendblog Tipp für den Herbst: So toll und vertrauenswürdig eine Seite auch wirken mag und so süß die virtuellen Gimmicks auch sein mögen…
Niemals Passwörter auf fremden Seiten eingeben!
Diesmal hat es Hotmail betroffen und man kann froh sein dass die Daten veröffentlicht wurden. Somit hatte Microsoft zumindest die Chance dass die betroffenen Accounts vorerst gesperrt werden und die Passwörter geändert werden müssen. Falls dein Hotmail oder dein Messenger also nicht mehr funktionieren sollte, dann nicht verzweifeln, dass Passwort ändern und in Zukunft vorsichtiger sein… (siehe auch Mitteilung von Microsoft)
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