Die Story beginnt für Alec Mason – dem Held in Red Faction Guerrilla – nach seiner Ankunft traurig. Er ist auf den Planeten Mars gekommen, um mit seinem Bruder Dan in den Minen zu arbeiten. Leider wird Dan aber von den EDF Soldaten ermordet. Die EDF (Earth Defense Force) führt ein brutales Regime gegen die Mars-Siedler, es herrscht Unterdrückung. Da kommt Alec, der nun auf der Fahndungsliste steht, gerade richtig und wird gemeinsam mit der Red Faction Bewegung die EDF bekämpfen. Und das macht er auf beeindruckende Art und Weise…
Das Ziel von Red Faction: Guerrilla ist, die EDF Kontrolle in allen Gebieten, von denen es 6 auf der Karte gibt, zu senken und die EDF-Truppen zu vertreiben. Durch verschiedene Missionen die erfüllt werden müssen, wie Guerillas im Kampf zu unterstützen, einen LKW-Convoi oder einen Informanten aufzuhalten oder Gefangene zu befreien, steigert das Vertrauen der Siedler und Guerilla Kämpfer. Missionen gibt es genug, auf der Karte sind die jeweiligen Bereiche gekennzeichnet, wo sich Alec neue Aufträge holen kann und wie er zu den Missionen findet.
Um nicht nur mit dem anfänglich verfügbaren Vorschlag-Hammer durch die Gegend zu laufen um die EDF-Gebäude zu zerstören, kann man durch Erfüllen von Missionen oder durch zeitabhängiges Zerstören von Gebäuden zu Barschrott kommen, mit dem sich in den “Unterschlüpfen” der Red Faction Bewegung zusätzliche Waffen und Werkzeug besorgen kann. Da stehen zum Beispiel Fernladungen, Pistolen, Sturmgewehre oder einem Gerät mit dem man Sägeblätter verschießt, zur Auswahl. Natürlich besteht im Unterschlupf die Möglichkeit Munition nachzuladen oder den fahrbaren Untersatz zu wechseln, der beim letzten Einsatz vielleicht etwas ramponiert wurde. Wer kann in der Hitze des Gefechts auch noch auf das Gefährt aufpassen …
Zu Beginn haut man mit dem Vorschlaghammer auf alles was irgendwie in der Gegend rumsteht. Hauptsächlich sind das Gebäude – wo man auch aufpassen sollte, dass einem diese wortwörtlich nicht auf den Kopf fallen. Das macht extrem viel Spaß (und bringt Punkte), mit zunehmender Spielzeit ist es jedoch vorteilhafter, taktisch und überlegt vorzugehen. Denn das Draufhauen mit dem Vorschlaghammer alarmiert aufgrund der Lärmentwicklung auch die EDF-Truppen, die dann mit Radpanzer auf einen Sprung vorbeischauen und dir das Leben schwer machen. Andererseits kommt man so wieder zu einem neuen fahrbaren Untersatz
Damit man sich über die Funktionen der unterschiedlichen Waffen oder Fahrzeuge sowie Tipps über das Erhöhen der Moral der Widerstandskämpfer oder die Vorgehensweisen bei Missionen informieren kann, haben die Entwickler das “Guerrilla Handbuch” eingebaut. Das ist jederzeit aufrufbar und beinhaltet genau diese Infos & Tipps. Und für den Fan von Statistiken wurden ebensolche integriert, damit sich der Spieler über die Zerstörung von Gebäuden, Fahrzeugen, Walker usw. “ein Bild” machen kann. Zwei praktische Features, die man doch häufig nutzen wird.
Die Steuerung des Helden Alec geht wirklich leicht von der Hand, die Belegung der Controllertasten (Xbox360) ist gut gelöst. Auch das Steuern von Fahrzeugen mit gleichzeitigem Schießen oder das steuern des Walkers – eines der absoluten Highlights des Spieles – stellt kein Problem dar. Praktisch ist auch die Möglichkeit, dass Alex ein Fahrzeug nach einem “Umfall” auch wieder vom Dach auf die Räder stellen kann. Und das ist bei manchen Missionen wirklich lebenswichtig!
Nochmals zu den Walkern. Das sind neben bewaffneten Jeeps/SUV`s, Radpanzern und Panzern die absoluten Stars im Spiel. (übrigens können diese auch in der auf Xbox Live verfügbaren Demo schon gespielt werden!) Es gibt davon drei Varianten, einem kleineren, wendigen Helferlein, einem mit großen Greifarmen versehenen Riesen, mit dem man Fahrzeuge einfach so durch die Luft “werfen” und Gebäude “zerhauen” kann und last but not least einem Art Militärroboter, der doch mächtig bewaffnet ist.
Die KI (Künstliche Intelligenz) der EDF-Soldaten ist gut, sie suchen ständig Deckung, sammeln sich für den nächsten Angriff und kommen somit strategisch auch von den Flanken. Also am Besten ist es immer, erstmal zu Stürmen und danach gleich abzuhauen. Und das mehrmals, wenn möglich auch mit der Unterstützung der Rebellen, was aber von der Motivation also Moral derer abhängt, was ihr aber im Spiel beeinflussen könnt. Also aufpassen und keine Zivilisten oder Widerstandskämpfer in der Hitze des Gefechts überfahren oder erschießen. Praktisch ist, dass der Schwierigkeitsgrad auch während eines laufenden Spiels ändern lässt.
Fazit: Red Faction: Guerrilla ist kein Ego-Shooter wie der erste Teil. Es ist ein taktischer, grafisch sehr gut umgesetzter 3rd Person Shooter, der in eine weitläufige Spielewelt einlädt und mit Minispielen und Nebenmissionen für viel Abwechslung sorgt. Das Gameplay des “Zerstörens” macht absolut viel Spaß, wären da manchmal nicht Missionen dabei, die im höherem Schwierigkeitsgrad Überfälle auf EDF-Gebäude nahezu unmöglich machen. Da muss schon öfter beim letzten (automatischen) Speicherpunkt wieder begonnen werden. Alles in Allem ein gelungenes Spielkonzept mit hohem Fun-Faktor, der aufgrund der Spielzeit von ca. 15 Stunden auf jeden Fall sein Geld wert ist!
Red Faction: Guerrilla ist seit 5. Juni 2009 für Xbox360 und PS3 im Handel erhältlich, laut THQ soll die PC-Fassung am 26. Juni 2009 folgen.
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