Am Montag wurde in San Francisco die World Wide Developer Conference zum Anlass genommen das neue iPhone mit dem Titel 3GS vorzustellen. Das S soll hier für Speed stehen. Man kann also nicht nur mit 3G ins Internet verbinden, sondern alles noch viel schneller machen?

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Foto: © Apple Inc. 

Wir schauen was das neue Spielzeug aus dem Hause Apple wirklich kann…

Zuerst einmal die Zusammenfassung: Revolution ist es keine.

(c) Apple Inc.Aber die braucht Apple auch derzeit nicht. Das Palm Pre muss sich auf dem Markt erst beweisen und Microsoft ist mit Windows Mobile nicht dort wo man in Redmond gern wäre und schon gar nicht dort wo Konsumenten abseits des Geschäftslebens sind.

Es wurden vielmehr einige Features nachgereicht, die vielleicht den einen oder anderen technikaffinen Benutzer bisher vom Kauf des iPhones abhielten.

Gemeinsam mit dem neuen iPhone 3GS wurde auch das seit März als Beta vorliegende iPhone OS 3.0 ofiziell veröffentlicht. Die neue Software ist für alle iPhones kostenlos, für den iPod Touch schlagen sich knapp 10 Dollar zu buche.

Zu den wichtigsten Neuerungen der Software:

MMS ist jetzt möglich. Zumindest theoretisch. AT&T in den USA hat angekündigt MMS für das iPhone erst im “späten Sommer” freizuschalten. O2 UK wird MMS vom Start weg unerstützen. Es lohnt sich also beim jeweiligen Netzbetreiber nachzufragen ob MMS mit dem iPhone auch wirklich funktioniert. Wo das Problem mit iPhone MMS gegenüber jedem anderen Handy mit MMS Funktion ist wird wohl niemad so genau beantworten können oder wollen. Aber ich nehme an dass die meisten europäischen Betreiber, zumindest jene die mit Apple direkt zusammenarbeiten, MMS anbieten werden.

Das gleiche gilt für iPhone als Modem. Nun offiziell von Apple integriert, wird es nicht von allen Netzbetreibern vom Start weg zur Verfügung stehen. Immerhin kann sowohl USB als auch Bluetooth genutzt werden, um von einem Laptop über das iPhone mit 3G ins Internet zu verbinden. Den Netzbetreiber fragen hilft hier auch vor einer eventuellen Enttäuschung.

EIne vielleicht aufregendere Neuerung ist die nun integrierte Sprachsteuerung.

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Diese funktioniert sowohl für Anrufe über das Telefonbuch als auch für das Abspielen von Musik. Wenn man einen Namen des Telefonbuches sagt, dass wiederholt das iPhone was es verstanden hat und wählt dann die hinterlegte Nummer. Für Musik muss man nur den Künstler oder den Namen des Albums sagen und bekommt die Musik abgespielt. Man kann auch fragen welche Musik gerade gespielt wird ohne auf das Display zu schauen oder sich SMS vorlesen lassen. Die Sprachelemente stehen nicht nur auf Englisch, sondern auch auf vielen andere Sprachen (inkl. Deutsch) zur Verfügung. (Info)

Wenn man gerade über Musik spricht, dann kommt auch ein Feature, bei dem ich mich wundern musste dass es das nicht schon seit langer Zeit gab. Bluetooth Stereo Support für Headsets ist jetzt möglich, also endlich auch kabelloser Musikgenuss.

Für alle zahlenden Kunden von Apples Syncplattform MobileMe ist es jetzt mit der Funktion “FindMyPhone” möglich das Handy zu lokalisieren wenn man es mal verlegt haben sollte, natürlich vorausgetzt es liegt irgendwo eingeschaltet mit GPS und GSM Signal. Über diese Funktion ist auch das allen Windows Mobile Nutzern bekannte “wipen” des Telefons möglich. Damit lassen sich alle persönlichen Daten über Entfernung vom Handy löschen. Das ist vor allem für Geschäftskunden wichtig, sollte das Handy trotz FindMyPhone verloren gehen.

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Eine nette Neuerung ist auch, dass das Keyboard jetzt auch im Querformat funktioniert. Laut Apple trifft das auch auf alle anderen Anwendungen zu, zumindest jene die von Apple selbst stammen.

Der Safari Browser ist schneller als zuvor und das lange vermisste Copy und Paste ist im Gegensatz zu Multitasking jetzt auch möglich.

Zur Hardware gibt es nicht viel zu sagen. Die Größe hat sich gegenüber dem iPhone 3G nicht verändert. Es wurde nur um 2g schwerer, aber das fällt im wahren Sinne des Wortes kaum ins Gewicht.

Diese 2 Gramm wurden durchaus sinnvoll investiert. Die Kamara wurde auf 3 Megapixel mit Autofokus aufgerüstet, es lassen sich jetzt auch Videos erstellen und direkt im Telefon nachbearbeiten.

Ein paar Neuigkeiten gibt es auch rund um das GPS Device des iPhones. Neben der gewohnten Lokalisierung über Google Maps gibt es nun auch einen nativen Kompass. Dieser ist sowohl als eigene Applikation vorhanden als auch in Google Maps integriert. Ein Klick auf die Karte genügt und diese wird entsprechend der aktuellen Himmelsrichtung gedreht. Klingt praktisch.

Fazit

Wenn man nicht auf die paar kleinen Hardwareneuerungen angewiesen ist, lohnt sich für iPhone 3G Besitzer der Umstieg wohl kaum, nachdem die meisten Änderungen auch über das Softwareupdate auf das Gerät wandern. Für Neueinsteiger auf dem Smartphone Sektor kann sich ein näherer Blick durchaus auszahlen.

Das iPhone was ja immer schon mehr als eine Liste seiner Features sondern mehr ein Statement des Besitzers ;) Und die meisten solzen Windows Mobile Besitzer haben jetzt ein paar Möglichkeiten weniger den Satz “Aber das iPhone kann nicht…” zu vervollständigen. Mir fällt spontan nur mehr  “…ohne iTunes verwendet werden” und “…kostenlos mit selbst programmierter Software bestückt werden.” ein.

Also keine echte Revolution am Handymarkt sondern mehr ein Nachreichen der Dinge die ein Smartphone heutzutage eben haben muss.

Sobald Palm beginnt mit dem Pre an Europa zu denken und wenn Microsoft irgendwann Windows Mobile 6.5 aus dem Labor entlässt, werden wir natürlich ausführlich über die Konkurrenz berichten.


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geschrieben von daniel in: Apple, Handy, Mobile, iPhone |
  • Daniel
    Kommentar | 17. Juni 2009

    Für alle Besitzer der alten iPhones: Das Softwareupdate auf die Version 3.0 wurde heute von Apple offiziell freigeschalten. Mehr Infos dazu gibt es auf der Homepage von Apple: http://www.apple.com/at/iphone/softwareupdate/

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