Wenn plötzlich vom Nachbarn fremde Stimmen zu bekannten Liedern zu hören sind, kann es sein, dass dieser versucht seine Gesangsambitionen aus der Dusche zu perfektionieren oder er hat sich das neue Game von Microsoft – LIPS – zugelegt.

Da bis dato Partyspiele eher für die Playstation konzeptioniert waren, blickten wir XBOX – User oft sehr neidisch auf den großen Rivalen rüber. Nun versucht Microsoft diese Lücke zu schließen.

LIPS ist ein Karaoke-Spiel das sehr der UR-Version dieser aus Japan stammenden Unterhaltungselektronik nachempfunden wurde. Das merkt man vor allem bei der hohen Punkteanzahl, die man für gut gesungene Lieder bekommt (mein Rekord liegt derzeit bei knapp 4 500.000 Punkten für „Major Tom“).

Inhalt

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Schon beim Auspacken merkt man den ersten Unterschied zur Sony’s „Singstar“ – Reihe … die Mikrofone sind schnurlos. Das erhöht den Komfort beim Singen um ein vielfaches. Aktiviert werden sie einfach per Knopfdruck auf der Rückseite oder während des Spiels durch einfaches schütteln, da diese mit einem Bewegungssensor ausgestattet sind. Der zweite große Unterschied zu „Singstar“ liegt in der Liedersammlung.

Anders als bei Sony behandelt die Playlist nicht nur ein Thema oder eine Ära, sondern sind bunt gemischt. Die 40 mitgelieferten Songs variieren von den 60ern (Johnny Cash – Ring of Fire) über die 80er (Blondie, Queen, Nena, …)bis hin zu den aktuellen Krachern (Rihanna, Duffy, …).

Dazu werden noch über den Marketplace der XBOX immer wieder neue Songs bereitgestellt, die man sich gegen Points (160-180 pro Song) herunterladen kann.

Wem diese Liederauswahl nicht genug ist, kann sich auch noch via Festplatte, USB-Stick oder sogar per MP3-Player eigene Lieder in das Spiel laden. Diese werden dann zwar ohne Text abgespielt … aber von seinen Lieblingsliedern kennt man den Text ja ohnehin auswendig!

Spielaufbau

Im Menü findet man sich sehr schnell zurecht. Unter „Sing!“ kann man direkt einen Song auswählen und nachsingen oder auch Lieder in eine Playlist werfen, die man dann unter „Jukebox“ der Reihe nach abspielt. Der fehlende Partymodus ist der große Nachteil gegenüber „Singstar“. Bei LIPS kann man keine Teams kreieren, die sich dann mit Tönen bekämpfen … es geht immer nur Mann gegen Mann (oder Frau).

Hat man ein Lied ausgewählt kann man noch festlegen, ob man das Originalvideo haben möchte (sofern vorhanden) oder alternative Spielmodi wie „Zeitbombe“, „Kuss“ oder „Vocalmatadoren“ spielen möchte. In diesen Modies geht es grundsätzlich darum, in einer gewissen Zeitspanne die Töne so genau wie möglich zu treffen damit das jeweilige Ziel erreicht wird.

Danach beginnt der Song und man kann mit seinen Gesangkünsten loslegen. Jedoch zählen nicht nur die gesanglichen Qualitäten. LIPS fordert einem während des singens zu gewissen Bewegungen mit dem Mikrofon auf. So soll man einmal den Arm wie ein Rockstar hochstrecken oder ein anderes Mal die Hüften kreisen lassen. Dies wird durch den Bewegungssensor erfasst und führt für eine kurze Zeit zu mehr Punkten!

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Neben der Melodie wird auf den Monitor der jeweilige Text eingespielt. Durch die Höhe der Textbalken kann man in etwa einschätzen, in welcher Tonlage die jeweilige Textzeile gesungen gehört. Zur Hilfe hüpft auch ein kleiner Ball beim Text mit, damit man genau erkennen kann, an welcher Stelle des Liedes man sich gerade befindet.

Die übrigen (nicht mit singen beschäftigten) Personen können sich in der Zwischenzeit mit dem normalen Controllern vergnügen und durch drücken der einzelnen Tasten diverse Musikgeräusche in das Lied einbauen.

Ist der Song zu Ende, kommt die Benotung. Wie schon erwähnt ist bei LIPS das Punkteranking im Gegensatz zu „Singstar“ sehr hoch ausgefallen und kann auch ohne Probleme in den Millionenbereich gelangen.

Benotet werden 6 verschiedene Kriterien wie „Tonlage“, „Stabilität“, „Rhythmus“, „Party“, „Technik“ und „Performance“. Je besser man in den einzelnen Bereichen ist, umso mehr Punkte bekommt man. Einzig das „Party“-Kriterium ist nicht von einem selbst abhängig, sondern wird durch die Aktivität der restlichen Personen an den Controllern bewertet.

Fazit

Mit LIPS ist es Microsoft gelungen, dem großen Konkurrenten Sony bei Karaokespielen die Stirn zu bieten.

Nicht nur der große (unendliche) Liedersupport sondern auch die hochwertig verarbeiteten Mikrofone tragen zum Spielspaß bei. Einzig der fehlende Partymodus macht es bei einer Party etwas schwieriger einen guten Contest auf die Beine zu stellen. LIPS ist aber nicht nur für Parties geeignet. Wenn man mal zwischendurch Lust auf einen Song und gerade keine Dusche zur Stelle ist, kann man mit LIPS sein Bedürfnis stillen.


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geschrieben von herbert in: Games, Microsoft Games, Party, Xbox360 |

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