Michael Jordan hat eins, John Madden hat eins, Tiger Woods hat eins, Tony Hawk hat eins … und jetzt hat auch Shaun White ein eigens Spiel bekommen. Die außerhalb der Szene vielleicht nicht so bekannte Snowboard Legende wurde auf alle gängigen Konsole Plattformen hineingehackt und auch wenn dass eher nach geschickter Selbstvermarktung klingt muss man letztendlich eines eingestehen: Das Snowboarden macht hier überrachsend viel Spass!
Innerhalb des Spiels kann man auf 4 Locations (5 wenn mann das “Target Special” gekauft hat) weltweit mit seinem Brett über den Schnee sliden - Park City (USA), Europa, Japan und Alaska stehen zur Auswahl. Dabei wurde auch das Open World Genre auf die Berge gebracht - man kann also im einfachsten Modus selbst und frei über die Pisten schreddern und dabei immer mehr Punkte sammeln - ein Multipikator der Punkte belohnt diejenigen, die die Jumps und Jibs ohne Sturz meistern. Mit den dabei verdienten Punkten kann man im Inventar-Shop neue Boards kaufen und auch die Optik seines Spielers durch Jacken, Brillen etc. verbessern. Beim Freeriding geht es des weiteren auch darum, pro Location spezielle Bonus-Items aufzugabeln, sobald man alle gesammelt hat bekommt man von Shaun White persönlich zusätzlichen Tricks freigeschaltet.
Neben Freeriding sind aber auch über die Pisten unterschiedliche Challenges verteilt, bei denen mann gegen die Uhr bestimmte Fähigkeiten unter Beweis stellt: Es werden Jump-Stile bewertet, Slalom-Zeiten gemessen oder auch Air-Time während der Sprünge gesammelt (Insgesmt gibt es 12 verschiedene Challenge-Typen) Je nach Schwierigkeitsgrad macht so ein Wettkampf meistens allerdings nur dann Sinn, wenn man sich über das Freeriding bereits bessere Boards und Bindungen besorgt hat, da man sonst z.B. nicht hoch genug springen oder schnell genug fahren kann.
Alles in allem ist der Titel eine runde Sache, der allerdings erst nach einer gewissen Gewöhnungsphase (man muss ja auch im wahren Leben die Tricks erst einmal lernen!) beginnt, spass zu machen. Allerdings ist die Steuerung nicht allzu schwer, kommt man doch im Gegensatz zu anderen Spielen mit den 2 Controller Sticks und den vorderen Tasten fast immer aus. Hat man diese Steuerung mal verinnerlicht, spielt sich das Spiel stressfrei und trotzdem spannungsvoll. Insofern schafft Ubisoft hier eine Brücke zwischen den einfachen Casual-Games und komplexen Advanced-Titeln. Anstelle von den storylastigen Action-Titeln kann man sich hier am Abend also ruhig auch mal nur 10 Minuten vor die Konsole setzen und ne schnelle Abfahrt riskieren - meistens artet das aber dann in ne längere Session aus, bei der man versucht, seinen letzten Rekord zu brechen oder einfach mal von der Bergspitze bis ins Tal ohne Sturz durchzufahren (ich gestehe, ich habs nicht geschafft
).
Schade ist nur, dass man hier die Multiplayer-Varianten meiner Meinug nach etwas unterschätzt hat. Zwar gibt es einen Multiplayer-Modus über das Netzwerk, allerdings hätte doch gerade bei diesem Titel eine Split-Screen Variante besonder Sinn gemacht - mit seinen Freunden vor ort gegeneinander um die Wette fahren hätte doch durchaus viel Spass gemacht, oder? Dafür hat man ein besonderes Schmankerl für die Wii-Besitzer unter euch eingebaut, hier wird nämlich das Balance Board unterstützt…
Und Abschließend sei auch noch der Soundtrack lobend erwähnt. welcher wirklich gut zum boarden passt, es finden sich immerhin Musiker wie The Ting Tings, Kasabian, Blue Oyster Cult oder sogar Jefferson Airplane in dem Game!
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Brnn tata brnn tat, 300 PS!!! Gleich zwei Spielehersteller...

