05
Test: Facebreaker
… oder wie schlage ich meine Kontrahenten am schnellsten KO.
Facebreaker ist ein weiteres Boxspiel von Electronic Arts. Im Gegensatz zur bisherigen Fight-Night Reihe setzt EA diesmal auf den Comicstyle. Die Boxerriege reicht vom muskelbepackten Russen über den drahtigen Engländer bis hin zum fettleibigen Japaner in Ninja Verkleidung. Man kann sogar einen eigenen Boxer generieren und diesen mittels Kamera mit seinem eigenen Gesicht versehen.
Ziel des Spieles ist es einen Boxer nach dem anderen zu schlagen und sich so zum Boxchampion zu krönen. Dabei muss man seinen jeweiligen Gegner pro Kampf 3x KO schlagen oder falls dies nicht in der regulären Zeit möglich ist im Sudden Death besiegen.
So wie bei allen Boxspielen bietet Facebreaker die typischen Spielmodi wie „Schneller Kampf“, „Spiel gegen Freunde“, XBOX Live – Kämpfe oder auch einen „Karrieremodus“.
Im Karrieremodus kann man sich wie schon oben erwähnt seinen eigenen Champion zusammenbasteln und versuchen in die Fußstapfen eines Muhammad Ali oder Mike Tyson zu treten.
Die Grafik ist komplett im Comicstil gehalten, die Charaktere sind nett und detailreich gestaltet und die Zwischensequenzen sowie witzigen Sprüche der Akteure wirken recht unterhaltsam. Durch die HD-Optimierung ist es auch kein Problem die Kämpfe auf größeren Bildschirmen auszutragen. Die Animation der einzelnen Fighter ist sehr flüssig. Publikum ist jedoch keines grafisch generiert, da die volle Konzentration auf dem Geschehen im Ring liegt.
Die Steuerung ist ziemlich simpel, da es nur hohen (X) oder tiefen(A) Schlag gibt. Kombinationen führen zu stärkeren Schlägen und so zum schnelleren KO des Gegners. Bei besonders guten Schlagfolgen kann man mit einem gewissen „Facebreaker“ das Gesicht des Kontrahenten in eine andere Form bringen und somit den Kampf vorzeitig beenden. Auf die Deckung kann man getrost vergessen. Man muss nur schauen, dass man schneller schlägt als der Gegner.
Das ist aber auch das größte Problem bei dem Spiel. Das Spieltempo ist auch im einfachsten Modus derart hoch, dass man als normaler Spieler gar nicht mitkommt. Jeder Kampf beruht auf der einseitigen Taktik, so schnell wie möglich Kombinationen aus X + A zu drücken um so mehr Schläge auszuteilen als einzustecken, damit der Gegner KO geht. Beim Testen ist dies jedoch nicht sehr oft gelungen, da die gegnerische KI einfach zu schnell zu viele Schläge austeilt, jedoch nur wenige Treffer zulässt. Dadurch kommt es nach anfänglicher Motivation recht schnell zum Frust.

Fazit:
Charaktere und die einzelnen Locations sind recht nett umgesetzt und die einzelnen Fighter mit unterhaltsamen Wortmeldungen hinterlegt. Jedoch setzt der Frust bei dem Spiel sehr schnell ein, da es fast unmöglich ist, mehrere Kämpfe hintereinander zu gewinnen. Auch wildes Einprügeln auf den Controller bringt nur wenig und führt eher zu einem defekten Steuergerät als zu einem Boxchampion.
Ähnliche Beiträge:
- Test: Tiger Woods PGA Tour 09
Man geht gemütlich über den Parcours, lässt sich von... - Test: FIFA Street 3
Vorberichterstattung Kein Taktiken, keine Aufstellungen, keine Formationen, kein 4-4-2 oder... - Test: Tom Clancy’s EndWar
2016 – Das Ende des Erdöls 2017 – Ende... - Test: EA Sports Euro 2008
Österreich steht im Finale der EM 2008 gegen England.... - Test: NBA LIVE 10 von Electronic Arts
Kobe Bryant trippelt an die 3 Punkte Linie, Pass...
