Simpsons CoverAls eingefleischter Simpsons-Fan steht man so einem Spiel naturgemäß äußerst kritisch gegenüber. Zu viele gute Filme und Serien wurden in teilweise schreckliche Spiele umgesetzt, wobei es ja auch gute Spiele geschafft haben schlechte Filme hervorzubringen…

Simpsons-Spiele gab es auch schon einige, ich erinnere mich noch mit Schrecken an ein Jump&Run mit Bart auf dem Amiga in den 90ern. Diesmal sollte aber alles anders sein und daher habe ich mich dem Spiel mal objektiv genähert.

Für den Titel wurden wirklich keine Mühen gescheut. So haben es die Original-Synchronstimmen in das Spiel geschafft und auch der Zeichenstil ist absolut der Serie nachempfunden. Man fühlt sich also vom ersten Augenblick an mitten in der Serie und die Satire beginnt auch schon ganz am Anfang. Für “Drücke Start um zu beginnen” bekommt man gleich einmal ”den leichtesten Erfolg aller Zeiten” mit Gamerscore 5.

Das Spielprinzip selbst ist nicht wirklich neu. Man spaziert mit den Figuren aus der Serie durch Springfield und findet an diversen markaten Punkten der Stadt Eintrittspunkte für Levels. Die Stadt Springfield wurde sehr detailgetreu und liebevoll aufgebaut und man kann sich quasi überall frei bewegen. Man findet auch überall verteilt kleine Sammelobjekte (für Bart Krusty-Bons, für Homer Duff-Kronkorken). Wenn man alle Sammelobjekte für eine Figur findet, bekommt man auch einen Bonus… Darauf bin ich noch gespannt!

Die Levels selbst sind eine Mischung aus Jump&Run und lösen von einfachen Rätseln. Es erinnert in seiner Art ein bisschen an Super Mario 64, wo man mit Mario durch das Schloss geht und sich hinter verschiedenen Türen verschiedene Level verbergen.

Für das Lösen der Aufgaben bekommen die Figuren im Laufe des Spiels einige Spezialfähigkeiten. Homer kann den Powerrülpser oder den Homerball (er wird so fett, dass man mit ihm durch die Gegend rollen kann). Bart hat immer seine Steinschleuder mit und kann sich auch in Bartman verwandeln um so zu klettern oder Schluchten zu überwinden.

Simpsons Screen

Die Levels selbst werden den aufmerksamen Serienfan immer an die eine oder andere Folge erinnen (Homer im Schokoladenland ist das erste von 18 Levels), aber auch auf der Straße in Springfield trifft man immer wieder bekannte Gesichter. Auch die Selbstironie kommt nicht zu kurz. Bart findet zum Beispiel im Spiel das Simpsons-Spiel und freut sich dass er selbst vorkommt (”Aber wer will schon Lisa spielen?”).

Für Leute die mit den Simpsons wenig anfangen können und nicht zumindest einige oder fast alle Folgen kennen ist der Spielspaß etwas getrübt, aber Simpsons-Fans kommen auf jeden Fall auf ihre Rechnung und erfahren da und dort noch einige Details über die Familie Simpson und ihre Freunde.

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geschrieben von daniel in: Games, Gametest, Xbox360 |

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